In Weliki Nowgorod fand der Abschlusstag des Festivals zu Ehren von Rachmaninow statt
Der Nowgoroder Kreml wurde Ende August 2026 zum Epizentrum eines musikalischen Ereignisses – dem Festival, das dem Schaffen von S. W. Rachmaninow gewidmet ist. Die Veranstaltung bot über 10.000 Zuschauern eindrucksvolle Erlebnisse und Begegnungen mit neuen Künstlern.
Das S. W. Rachmaninow Festival in Weliki Nowgorod
„In diesen drei Tagen verwandelte sich die Stadt im besten Sinne des Wortes in ein musikalisches Spektakel. Das ist eine ganz neue Geschichte, ein neues Kapitel unseres Festivals. Ich sage allen: Kommt zu uns nach Weliki Nowgorod!“, betonte der Volkskünstler Russlands Denis Matsujew.
Feierliche Eröffnung und Galakonzert
Das Festival begann mit einem feierlichen Galakonzert, bei dem legendäre Werke von Sergej Wassiljewitsch Rachmaninow vom Volkskünstler Russlands und Pianisten-Virtuosen Denis Matsujew aufgeführt wurden. Auf der großen Bühne traten außerdem folgende Solisten auf:
- Andrej Perezhohin (Violine)
- Polina Thay (Cello)
- Emir Zakaria (Klavier)
- Maria Barakowa (Mezzosopran)
- Maxim Selinenkow (Balalaika)
Mit einer Begrüßungsrede wandte sich die stellvertretende Gouverneurin der Region Nowgorod, Jelena Kirilowa, an das Publikum: „Der größte Komponist, Pianist und Dirigent Sergej Wassiljewitsch Rachmaninow kehrte immer wieder in seinen Erinnerungen hierher zurück. Es ist sehr wertvoll, dass wir heute seine Welt weiterhin bewahren. Ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg ist das groß angelegte S. W. Rachmaninow Festival, das zum dritten Mal im Heimatland des Genies und erstmals auf der großen Sommerbühne stattfindet.“
Das einzigartige multimediale Stück „Symphonie der Innovationen“
Der zweite Festivaltag wurde mit einem ungewöhnlichen Projekt fortgesetzt – dem multimedialen Stück „Symphonie der Innovationen“. Auf einer Bühne vereinten sich generative Grafik, Hologramme, Robotik und künstliche Intelligenz mit Orchester und Solisten:
- Gleb Peryazev (Bass)
- Polina Shabunina (Sopran)
- Wassili Stepanow (Cello)
- Alexander Kljutschko (Klavier)
- Stanislaw Kortschaigin (Klavier)
- Olga Sizych (Solistin des Balletts MAMT)
Moskauer Staatliches Sinfonieorchester und Dirigenten
Das gesamte Festival wurde vom Moskauer Staatlichen Sinfonieorchester begleitet. Am Dirigentenpult wechselten sich ab:
- verdienter Künstler Russlands Iwan Rudin
- Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für Pianisten, Komponisten und Dirigenten zu Ehren von S. W. Rachmaninow Oleg Chudyakow
- Preisträger internationaler und landesweiter Wettbewerbe Jurij Medjannik
Solokonzert von Denis Matsujew
In der Nowgoroder Regionalphilharmonie A. S. Arenskijs gab Denis Matsujew ein Solokonzert. Der Pianist präsentierte erstmals ein neues Programm von P. I. Tschaikowski und zeigte dabei makelloses Können und neue Facetten seines Talents.
Abendabschluss: Musikalisches Experiment „Symphojazz“
Das Festival wurde mit dem Konzertprogramm „Symphojazz“ abgeschlossen – ein musikalisches Experiment, bei dem klassische akademische Musik mit Jazzimprovisation verschmolz. Zum Starensemble der Solisten gehörten:
- Denis Matsujew (Klavier)
- Artem Baskakow (Kontrabass)
- David Tkebuchawa (Schlagzeug)
- Jekaterina Mochalowa (Domra)
- Arkadi Schilkloper (Waldhorn, Alphorn)
- Wladimir Sjanow (Flöte)
- Sofja Tjurina (Saxophon)
Zusätzliche Veranstaltungen und Programm für Jugendliche
Das Festival fand nicht nur auf der Hauptbühne statt. Drei Tage lang traten auf der kleinen Bühne junge Talente auf – Kammerensembles aus Russland. Zudem berichtete der bekannte Musikwissenschaftler Iwan Sokolow in spannenden Gesprächen über Rachmaninows Werk und die zeitgenössische Musik.
Besonderes Augenmerk galt auch den jüngsten Festivalbesuchern. Für sie wurde ein spezielles Programm vorbereitet, das folgende Inhalte umfasste:
- Operette „Schnecke und Wal“
- Musikalisches Stück „Die Ziege ging durch den Wald“
- Projekt „Mein erster Rachmaninow“ (Autorin und Moderatorin – Maria Holkina)
- Symphonisches Märchen „Peter und der Wolf“ von S. S. Prokofjew mit der Volkskünstlerin Russlands, Schauspielerin und TV-Moderatorin Anna Michalkowa als Sprecherin
„In Weliki Nowgorod fand ein Festival dieser Größenordnung zum ersten Mal statt. Solch große klassische Open-Air-Veranstaltungen gibt es in unserem Land nur wenige. Wir haben viel an dem Programm gearbeitet und es war uns wichtig, jeden Tag genau den richtigen Ton zu treffen. Deshalb waren alle drei Tage abwechslungsreich, genreübergreifend und jeder auf seine Weise besonders. Wir freuen uns, dass die Nowgoroder und Gäste der Stadt dieses beeindruckende Projekt gebührend gewürdigt haben“, sagte die stellvertretende Generaldirektorin von FGUK ROSKONZERT, Jekaterina Schirjajewa.
Das Projekt wird mit Unterstützung des Kulturministeriums der Russischen Föderation und der Regierung der Region Nowgorod realisiert. Der Veranstalter ist FGUK ROSKONZERT in Zusammenarbeit mit OAUCI „NOTKA“.
